Ich gehe neue Wege

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Seit dem letzten Blogpost ist einige Zeit verstrichen. Dabei hätte ich soviel zu erzählen. Ich versuche dies noch nachzuholen. Es gibt heute andere Gründe, über die ich schreiben möchte. Ich habe zwei wichtige Entscheidungen für mich getroffen.

Der erste Entscheid betrifft die Hofrat Suess AG. Per 24. Oktober 2016 habe ich meine Anteile an der Hofrat Suess AG an Clemens Schuster, Co-Founder, verkauft und bin gleichzeitig auch von allen anderen Ämtern inklusive Verwaltungsratspräsident zurückgetreten. Das mag einige erstaunen. Wie nicht viele wissen, bin ich seit acht Jahren an einer unbekannten und bisher unheilbaren Krankheit erkrankt namens Cluster Headache. Es handelt sich dabei um sehr starke Kopfschmerzen, die während einer 8-10 wöchigen Attackenphase bis 3 mal täglich auftreten können. Nach einer solchen Phase ist mein Körper jeweils völlig ausgebrannt und braucht bis 3 Monate bis er sich wieder regeneriert hat (bei einer normalen Arbeitsbelastung). Die Attacken suchen mich jeweils im Frühling und Herbst heim. Dieses Jahr war es zum ersten Mal auch im Sommer, was bedeutete, dass mein Körper noch gar nicht wieder bereit war für die Schmerzen. So musste ich im August anerkennen, dass ich mein Arbeitspensum abrupt und massiv reduzieren und jegliche Verantwortung an Clemens und das Team delegieren musste. Das war ein harter Schlag und ich machte mir viele Gedanken. Gleichzeitig fand ich eine neuartige Behandlungsmethode in Düsseldorf, welche ich auch absolvierte und positiv darauf reagierte. Auch wenn ich momentan wieder an den Attacken leide, sind sie nicht mehr so stark und nur von kurzer Dauer. Das ist doch bereits ein gutes Zeichen. Ich werde dran bleiben. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich meinem Körper nun eine längere Pause gönnen muss, dass ich Erholung brauche, um wieder vollends gesund zu werden. Das hat nun erste Priorität. Darum grüsse ich auch von einem wunderschönen Strand bei gutem Wetter.

Die Entscheidung, die Hofrat Suess AG zu verlassen, hatte auch Einfluss auf das remote year. Die Situation hatte sich nun verändert. Ohne einen fixen Job brauche ich keinen fixen Coworkingplatz mehr. Ich brauche nicht mehr einen ganzen Monat am gleichen und vorbestimmten Ort zu bleiben – an einem Ort, den ich möglicherweise gar nicht mag. Darum habe ich mich entschieden das Programm remote year per November zu verlassen und eigene Wege zu gehen. Ich werde sicherlich noch einige Zeit in Asien und die Festtage mit meinen Lieben verbringen.

Ich nehme mir nun die Zeit, die ich brauche. Was ich in Zukunft unternehmen werde, weiss ich noch nicht. Ich folge nun mal meinem Herzen. Wer weiss, wo es hinführt. Ich freue mich darauf. Denn ich bin nun, nachdem ihr die News gelesen habt, frei. Frei! Frei! Und ich will die Zeit geniessen :-).

Gleichzeitig möchte ich von ganzem Herzen meiner Familie und Freunden für die tolle Unterstützung danken. Auch bin ich wirklich stolz auf das Team und Clemens. Sie haben alles getan, um mir das Leben einfacher zu machen. Ihr seid klasse und wenn ich in der Schweiz bin, werden wir uns bestimmt wieder sehen. Ich freu mich darauf. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin.

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